Kinder

Für das Kind ist es wichtig, dass eine Auseinandersetzung mit der Welt in altersgemässer Weise erfolgt. Dies gilt für alle Bereiche des Lebens wie beispielsweise Ernährung, Freizeitgestaltung, intellektuelle Betätigung und Medien. Geschieht dies nicht in einer dem Kind entsprechenden Art, entsteht ein labiler Gesundheitszustand. Die Beschäftigung mit dem anthroposophischen Entwicklungsgedanken kann hier kostbare Anregungen geben. Diejenigen Kräfte, die in den ersten sieben Jahren den Körper aufbauen, werden später zu Gedankenkräften. Aus Stehen wird Verstehen, aus Greifen wird Begreifen. Rudolf Steiner sagt in einem seiner Vorträge «Gesundheit herstellen in der Kindheit ist viel wichtiger, als später Krankheit heilen» (GA 347).

 

 

Hinweise        Dosierung

Beschwerden ⇒ siehe im jeweiligen Kapitel

 

In den einzelnen Kapiteln sind immer auch therapeutische Möglichkeiten für die Selbstbehandlung von Kindern integriert. Diese sind mit  gekennzeichnet, entsprechende Alterseinschränkungen sind zusätzlich hinterlegt, zum Beispiel: ☺ ab 6 J = ab 6 Jahren.

 

Beim Kind sind die häufigen harmlosen Infekte wichtige Übungsfelder für das Immunsystem. Es gilt hier das Motto «Belastungen zulassen, aber vor Überforderung schützen». Für eine gesunde Entwicklung braucht es Herausforderungen.
Um Entgleisungen zu vermeiden, sollten Heilmittel eingesetzt werden, die regulieren, regenerieren, fördern und lenken und NICHT substituieren, unterdrücken und blockieren. Vor diesem Hintergrund sind auch Impfentscheide und der Einsatz von Antibiotika sorgfältig abzuschätzen, denn diese nehmen dem Organismus dieses Übungsfeld. Überwundene Infekte wie Kinderkrankheiten schaffen eine neue, stabilere Grundlage für das Immunsystem, um gegen grössere «Angriffe» gewappnet zu sein.

Gerade Kinder sprechen ausserordentlich gut auf naturheilkundliche Heilmittel an.

Im Folgenden einige an anderer Stelle nicht beschriebene Beschwerden und deren Behandlung.

 

Krämpfe im Säuglingsalter

 

 «Verdauungssystem – Verdauungsstörungen, Krämpfe, Blähungen»

Tipp: Einreibungen mit Baby-Bäuchleinöl (Weleda)

 

 

Basisbehandlung bei Zahnungsbeschwerden

 

Chamomilla, Radix, ethanol. Decoctum D6 Globuli (Weleda)

Im Akutfall 2 stündliche Gabe möglich 

   Dosierung  

Chamomilla comp. Zäpfchen (Weleda) 

Keine Dauermedikation, punktuell abends bei stärkeren Beschwerden

 ab 1 J  Dosierung !

Zahnfleisch-Balsam (Weleda)

Leichtes Einreiben des Zahnfleischs

 

Basisbehandlung bei Bettnässen

 

Berberis / Hypericum comp. Globuli (Wala)

  Dosierung  

Bryophyllum Argento cultum Rh D3 Tropfen ohne Alkohol (Weleda)

  Dosierung

Hypericum, Flos 25 % Öl (Weleda)
oder Cuprum metallicum praeparatum 0,4 % Salbe (Weleda)

Einreibungen oberhalb des Bauchnabels, zur unterstützenden Anregung der Wärmeorganisation

  Dosierung

 

Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln, Scharlach, und Mumps

 

Es wird darauf verzichtet, therapeutische Empfehlungen zur Behandlung der Kinderkrankheiten zu geben, denn diese müssen medizinisch gut begleitet werden. Wenn dies der Fall ist, treten selten Komplikationen auf.
 

Vor allem sollten Kinderkrankheiten als wichtige Entwicklungsschritte im Leben des Kindes verstanden werden. Diese Sichtweise bringt der Familie auch Gelassenheit und Zuversicht. Bettruhe und eine begleitende naturheilkundliche Therapie helfen, Entgleisungen zu vermeiden. Auch sollte nach durchgemachter Erkrankung der vollständigen Genesung genügend Zeit gelassen werden.

 

 

 

 

Weiterführende Literatur:

Schutzimpfungen selbst verantworten, W. Goebel
ISBN 978-3-7725-5045-4

Die ersten sieben Lebensjahre, Stellmann, Warner
ISBN 978-3-7725-5016-4

 

Letzte Aktualisierung 2017-04-24/cc

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