Nieren- und Blasensystem

Nieren- und Blasenenbeschwerden sollten nach Möglichkeit bereits bei den ersten Anzeichen komplementärmedizinisch behandelt werden. 

 

Arzneisubstanzen für Niere und Blase

 

 

 

Blaseninfekte

Eine akute Blasenentzündung macht sich meist durch ständigen Harndrang bemerkbar, auf den nur spärlich Urin folgt, sowie oft Schmerzen beim Wasserlassen. Akute und wiederkehrende Blaseninfekte lassen sich oft durch Selbstmassnahmen auskurieren.

Wie bei allen Infektionen ist nicht der Erreger die Ursache einer Blasenentzündung, sondern nur deren Auslöser. Damit diese Organismen zu einer Infektion führen können, müssen gewisse schwächende Faktoren vorliegen. Kälte in jeglicher Form schwächt die Unterleibsregion, drosselt die Durchblutung und somit die Durchwärmung. Hierbei hilft der Jahreszeit angepasste, wärmende Kleidung. Achten Sie auf warme Füsse!

Treten Fieber über 38°C mit oder ohne Schüttelfrost, Blut im Urin oder auch Schmerzen in den Flanken oder unterhalb des Schambeins auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Nierenbeteiligung auszuschliessen.

Basisbehandlung bei Nieren- und Blaseninfekten

   Goldrutenkraut, Birkenblätter, Schachtelhalm

Zur Durchspülung täglich mindestens 1,5 – 3 Liter trinken, eventuell Zugabe von
Betula / Juniperus Sirup (Wala)  

 ab 12 J​​​

 Preiselbeersaft in Bio-Qualität (z.B. Biotta)

Langfristige Anwendung auch bei wiederkehrenden Infekten

Cantharis comp. Globuli (Wala)

 ♀ Dosierung

Solidago comp. Tropfen (Ceres)

  Dosierung

Durchwärmung des Unterleibes

Eucalyptus comp. Paste (Weleda)

Auflagen auf Blasengegend, Anleitung siehe Verpackung

 ab 6 J    Dosierung  

Cuprum metallicum praeparatum 0,4 % Salbe (Weleda)

Einreiben der Nieren- und Blasengegend

  ♀  Dosierung

Tipp: Wärmende Tees helfen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung.

Wiederkehrende Blasenentzündungen sollten nach Möglichkeit bereits bei den ersten Anzeichen komplementärmedizinisch behandelt werden. Oftmals lässt sich so eine erneute Antibiotikagabe und bestenfalls ein Teufelskreis verhindern. Die Massnahmen entsprechen weitgehend jenen, die bereits bei der akuten Blasenentzündung besprochen wurden. Vorbeugende Massnahmen sollten im Vordergrund stehen.

Seelische Belastungen im beruflichen oder privaten Umfeld können auch in einem Zusammenhang mit wiederkehrenden Blasenentzündungen stehen.

Basistherapie zur Rückfallvorbeugung

   Senfmehl-Fussbad

​​ «Äusserliche Anwendungen»

   Rosmarin- und Lavendel-Fussbad (Wala oder Weleda)

morgens Rosmarin, abends Lavendel

Eucalypti aetheroleum 10% Öl (Wala) 

Einreibungen über Blasengegend​​​

 ab 6 J    Dosierung  

Bei wiederkehrender Blasenentzündung

Argentum / Berberis comp. Tropfen (Weleda)

Im Akutfall und zur Nachbehandlung

  Dosierung  

Tipps:
· Richtige Wischtechnik beim Toilettengang (von vorne nach hinten)
· Genügend trinken, insbesondere nach dem Geschlechtsverkehr, damit eventuelle Keime weggespült werden können
· Aggressive Hautwaschmittel, Intimsprays und Spermizide vermeiden
· Intimpflege mit milden Mitteln zum Beispiel von Dr. Hauschka oder Weleda
· Geschwächtes Immunsystem stärken z.B. mit Echinacea Ø Tropfen (Ceres)

Reizblase

Die Reizblase ist gekennzeichnet durch ständigen Harndrang mit spärlichem Urinabgang – organische Ursachen sowie eine Keimbesiedlung sollten vorher ausgeschlossen werden. Erstmassnahmen, die die Blase in ihrer Funktion, den Harn zurückzuhalten, unterstützen, können selbst getroffen werden. Hierzu gehören Entspannungsübungen, aber auch pflanzliche Arzneimittel.

   Kürbiskerne

2 mal täglich 1– 2 TL einnehmen, kann auch unter Müesli etc. gemischt werden 

Entspannung

Berberis / Hypericum comp. Globuli (Wala) 

    Dosierung  

Bryophyllum Ø (=33%) Tropfen (Weleda) 

oder Bryophyllum 50% Tabletten (Weleda)

    Dosierung  

  «Schlaf, Unruhe»

 

Prostatabeschwerden

Nicht selten treten bei Männern über 50 Probleme mit dem Wasserlassen auf. Brennen, vermehrter Harndrang vor allem nachts, aber auch das so genannte Nachträufeln sind Symptome, die auf eine vergrösserte Vorsteherdrüse (Prostata) hinweisen können. Meist ist dies eine gutartige Veränderung. Die Symptome sollten jedoch abgeklärt werden, um sie von einer Entzündung (Prostatitis) oder gar einer bösartigen Erkrankung abzugrenzen.

Ausreichende Bewegung ist erwiesenermassen sehr förderlich für eine gesunde Prostata. Ebenso ein entspannter Beckenboden, der über gezielte Übungen und / oder ein erfülltes Liebesleben gefördert wird. Eine ebenso einfache wie gut wirkende Prävention sind in den täglichen Speiseplan eingebaute Kürbiskerne. Kommt es dennoch zu ersten leichten Beschwerden, leisten anthroposophische sowie pflanzliche Mittel gute Dienste.

 

Gutartige Vergrösserung der Prostata

   Brennnesselwurzel

   Kürbiskerne

2 mal täglich 1– 2 EL

Berberis / Urtica urens Globuli (Wala) 

Dosierung

Prostasan® Kapseln (A.Vogel)

Linderung der Beschwerden

Dosierung BPZ

 

 Abkürzungen  Dosierung

 

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